Divide and Rule – wer teilt, wer schweigt?

Divide and Rule – Wer teilt, wer schweigt?

[Ermöglicht durch den MRBB Newsletter der in seiner Gänze hervorragend ist! ]

»It is not our differences that divide us. It is our inability to recognize, accept, and celebrate those differences.«

Audre Lorde

»Das wissen halt ganz, ganz viele nicht, es ist eure Verantwortung es zu erklären!« der Kaffee im Aufenthaltsraum meiner Werkstatt erkaltet in meinen frostigen Händen, jegliche Wärme zieht sich Richtung Bauch, die Extremitäten erkalten, Beispielhaft wie bei einer Bilderbuch-Panikattacke.
Mit der Verletzung kommt die Verpflichtung sie zu benennen, mit der Mehrfachpositionierung kommt die Verpflichtung sich zu positionieren, mit der Politisierung kommt die unbezahlte Bildungsarbeit – der Community zu liebe, ganz freiwillig unfreiwillig.
»Wenn du diese Verletzung nicht mehr erfahren willst, dann musst du dir halt die Zeit nehmen es zu erklären!« Ich dachte, diese Satzkonstellation hätte ich mit der Kündigung hinter mich gebracht. Jetzt ist das Jahr 2016, seit neun Jahren bewege ich mich mehr oder weniger in separatistischen Gruppen: Schwarze Family, Queere Wahlfamilie und Linksradikale Organisation um meine Hoffnung zu nähren weniger erklären zu müssen. Leider stellte es sich als vergeblich heraus, doch wo früher die Möglichkeit bestand erzürnt aufzuspringen und sich Luft zu machen, ist nun nur noch ein mehrstimmiges Wispern zu hören: »wenn du das jetzt benennst, dann, ja dann, wirkt wieder Divide and Rule, dann sagen wieder alle »ah, da haben wir’s: alle Queers sind Rassisten« oder »ah da haben wir’s: Links sein heißt weiß sein« und »alle Schwarzen sind cis ».
Jedes Aufbegehren, dass nicht zu 100% auf Kosten der Verletzten geht, ist falsch, ist Divide and Rule und irgendwie nicht okay. Wenn es da draußen auch nur eine Person gibt die ein passendes Stereotyp bereit hält, sei lieber leise, es wird ja doch nur ausgenutzt. Community bedeutet unbezahlt ohne Rücksicht auf sich selbst lehren und lieben!
Nur das diese Community-Love potentiell nicht allen vergönnt wird, was bringt es mir von weißen Queers geliebt zu werden und anderseits nicht akzeptiert zu werden weil Schwarz, weil dick, weil pan? Wo genau steckt der Rückhalt in der Linken für mich wenn am Ende des Tages mein Vater als F* bezeichnet wird der Hilfe braucht um in diesem weißen Land anzukommen? Wo genau ist die Sicherheit in der Schwarzen hetero cis Community wenn meine Identitäten nur geduldet aber nicht verstanden, ignoriert aber nicht geliebt werden? Jede Kritik an einer Community kann als Divide and Rule gelesen werden, Silencing 101. Sie kann aber auch als das wahr genommen werden, was sie ist. Das ehrlichste Liebesgeständnis das ein Mensch zu geben im Stande ist, denn wenn ich mein Wissen, meine emotionalen Ressourcen, meine Hoffnung und meine Zeit investiere um zu kritisieren, dann muss das Objekt der Kritik mir am Herzen liegen. Wir Mehrfachdiskriminierten selektieren stark was wir kritisieren, und am Ende des Tages ist unsere Kritik immer eine Form von Anerkennung: ich weiß um die Bedeutung dieser Community, deswegen erkämpfe ich mir mit Schweiß und Tränen meinen Platz in ihrer Mitte, deswegen lehre ich ohne Bezahlung, deswegen ertrage ich Verletzungen. Deswegen beschäftige ich mich auch nicht mit einer generellen Deutschland-Kritik.
Meine kleine Seifenblase beschützte mich davor zu realisieren, dass nicht alle Menschen queer groß gezogen worden sind, meine Vergangenheit in der vieles unausgesprochen dekonstruiert war lies die Seifenblase ganz trotz all der Stiche, bis zu diesem Sommer. Sie sitzt vor mir, ist mindestens 20 Jahre jünger als die wichtigen Erziehungspersonen in meinem Leben, die bei den Wörtern »Mann« und »Frau« nur müde anfangen zu kichern. Sie erklärt mir, das binäre Klos wichtig sind und viele, viele Funktionen des Raumes Klos die nur Binär lebbar wären. Sie erklärt mir das es halt alles ganz neu für alle wäre und das die Mode »Trans oder_und queer zu sein« ältere Leute verwirre. Und auch die Kinder, und überhaupt Klassismus. ich wüsste das ja alles nur wegen meiner klassistischen Privilegierung. Auch Trans * sein ist irgendwie Klassenprivileg, klingt im Unterton mit, so Menschen wie sie, die könnten das schon lernen aber eben nicht -ja wer eigentlich? Das reproduzierte Bild des armen bildungsfernen Afrikaners schwirrt über unseren kolonialisierten Köpfen und mir wird mit jeder Sekunde schlechter. Ich denke an all die Geschwister auf dem Kontinent dank derer ich lernen durfte, dass Genderbinärität ein koloniales neues Konzept ist, eben eine Mode die sich als schon immer dagewesen verkaufen will. Ein bisschen referiere ich darüber wie problematisch ihr Konzept von Klasse ist, wie die Situation im Bezug auf Trans* und queer Personen diesbezüglich ist, dass etwas nicht wissen auch Privileg sein kann weil es eben keine Notwendigkeit gab etwas zu lernen, da mensch innerhalb der eigenen Community die konstruierte Norm ist.
Ich denke im Stillen daran, dass die Trans*personen die gerade Zielscheibe ihrer Abwertungen werden im Bezug auf Klasse schlechter gestellt sind wie sie, dass Schwarze Trans*Geschwister in allen Klassen ermordet werden, und #blacklivematters zu selten gefolgt ist von #blacktranslivematters, das #translivematters zu selten gefolgt ist von #blacktranslivematters.

Im Sekundentakt rattert sie runter, wie sehr sie mich unterstützen wolle, ihn ja trotz seiner Identität schätze und beendet doch jeden Satz mit »es ist halt was Neues«.

Auf einmal steht ein neuer Satz im Raum »wirkliche Geschlechter und falsche« und das dies halt für Kinder nicht wichtig sei. Das solche ja nie Eltern wären, ich fühle wie meine Ränder sich auflösen, ich verschwinde in ihrer Definition von Existenz und Wirklichkeit.
Bin nicht mehr, war nie.
An uns vorbei drängen sich andere Kids queerer und Trans*Eltern, alle nur Einbildung. Alle nur neu, gerade entschlüpft um ihr den wichtigen Raum Klo streitig zu machen mit ihren überzogenen Forderung Mensch sein zu dürfen.
Nachts schleiche ich mich aus meinem Zimmer, höre das Rascheln, eine Frau, letztes Jahr noch Teil der queeren Arbeitsgruppe gewesen, dreht sich erschrocken zu mir um, in ihrer Hand zerknittert gerade das Blatt auf das Kinder »All Genders« gestempelt haben. Ihre Schulter rammt die meine, ich verharre. Ich begreife erneut, das lesbisch nicht queer heißt, dass Community manchmal nur fordernde Liebe der Privilegierten heißt und Kälte gegen jene, die Anerkennung fordern.
Vor mir prangt nun wieder das Genderschild das Lisa Simpson darstellt, zum dritten Mal, nun auf frischer Tat ertappt, nun habe ich Gender-Lisas Rückkehr erlebt. Ich sollte erklären, lehren, aufklärend das Gespräch suchen und mit meiner Ruhe überzeugen, doch stattdessen reiße ich die Gender-Lisa ab, werfe sie in den Mülleimer des Bades, dort liegen zerknüllt weitere Kartoffelstempelschilder. Wenigstens weiß ich jetzt warum meine Extremitäten kalt sind, Panik nun auch an diesem Ort, der Wärme versprechen will.
Danach sitze ich zu hause, danach ist immer auch davor, schreiben andere freudig die in diesem Zusammentreffen das erste mal Ruhe gefunden haben. Danach ist immer auch davor, also muss ich benennen welche Ausschlüsse passiert sind, aber da sind eben auch die weißen Mitlesenden. Da ist eben auch Divide and Rule. Da ist eben auch die Angst Stereotype zu füttern. Also löschte ich alles Geschriebene, zog mich zurück, leckte die Wunden nur innerhalb der sub-sub-Community, versteckte mich bei queeren Geschwistern, stärkte andere und stärkte mich. Aber es reichte nicht, mir schwirrte weiterhin der Anspruch des Lernens und Lehrens im Kopf herum, warum wird in Communitys immer gefordert, dass eben jene die verletzt wurden lehren sollen, diese aber nie entscheiden dürfen durch Öffentlichkeit zu lehren?
Warum ist die Schuld des Divide and Rule in allen Communitys nicht bei jenen die durch Rassismus, Colorism, Anti-Queerness, Transfeindlichkeit, Sexismus, Klassismus etc. Menschen ausschließen sondern immer bei jenen zu suchen die diese Ausgrenzungen benennen um das eigene Überleben in der Gesellschaft und Community zu garantieren?
Wie lange ist Divide and Rule noch das tragende Argument um Ausschlüsse in unserer Community unbenannt zuzulassen? Wie lange bleibt das weiße/binäre/hetero/konservative Subjekt die Handlungsgrundlage für unseren Umgang miteinander?
Nie habe ich mich sosehr aufgenommen gefühlt in der queeren BPoC Community wie nach diesem Sommer, nie so ausgeschlossen von u.a. weißen monosexistischen Queers. Die Seifenblase in der ich Teil vom Wort Queer in diesem Land bin ist zerplatzt zwischen Rassismus und Monosexismus. Die Worte Liebe und Familie weiterhin beschreibend für meine Schwarzen Communitys, aber nun bitter im Rachen, hoffnungsvoll auf der Zunge und un_sicher im Wort.
»Es wird sich ändern« sag ich und hoffe auf Zustimmung von dir. »Das wird es« sagst du und ich nicke unmerklich. Community ist auch, dieser Moment mit dir, spüre ich im Stillen. Wir beide geben uns Raum und erkennen, akzeptieren und zelebrieren ein_ander im Anders, Audre wäre stolz auf uns gewesen.

#Lüneburg – Gastbeitrag zu Tamir Rice

Bereits vor einem Jahr las ich die folgenden Worte von Tsepo Andreas

tsepo
https://flic.kr/p/snswAz

Bollwinkel und freue mich nun sie hier teilen zu dürfen.

Der Anlass ist ein denkbar schrecklicher: Der Prozess zum Mordfall Rice reiht sich ein in die lange Liste der ungesühnten Morde an Schwarzen Menschen.

Ich bin der Vater eines 12jährigen Jungen.
Der Schwarze Vater eines 12jährigen Schwarzen Jungen.

Tamir Rice war ein 12jähriger Junge.
Tamir war ein 12jähriger Schwarzer Junge, der gerne mit Spielzeugpistolen spielte.

Ich bin der Vater eines 12jährigen Schwarzen Jungen, der gerne mit Spielzeugpistolen spielt.

Ein Polizist erschoss Tamir, weil er mit einer Spielzeugpistole spielte.
Falsch, der Polizist erschoss Tamir, weil er Schwarz war.
In Cleveland, USA, 2014.

Für Euch ist das weit weg? Für mich nicht.
Tamir wurde hier erschossen in Lüneburg, Deutschland.
Denn ich bin der Schwarze Vater eines 12jährigen Schwarzen Sohnes.

Tamir ist jeder Schwarze Teenager, der in der weißen Welt aufwächst.
Kein Kind, das spielt. Kein Jugendlicher auf der Suche nach sich selbst.

Nein, Tamir ist eine Bedrohung. Das dunkle Böse.
Machtvoll, grausam, abstoßend, erregend, Schwarz.

Da ist eine Spielzeugpistole Grund genug zu schießen.
Falsch: Das Schwarz Sein ist Grund genug zu schießen.

Aber doch nicht hier in Lüneburg, sagt Ihr.
Ach ja?

Ihr tötet mein Kind nur mit euren Blicken.
Ihr tötet mein Kind nur mir eurem Reden über sein anders Sein.
Ihr tötet mein Kind nur mit eurem Haaregrabschen.
Ihr tötet mein Kind nur mit euren Almosensammeln für das arme Afrika.
Ihr tötet mein Kind nur mit euren Schulkonferenzen.
Ihr tötet mein Kind nur mit eurem Racial Profiling.

Ich war Tamir Rice als ich 12jährig war.
Mein 12jähriger Sohn ist Tamir Rice jetzt.
Mein kleiner Sohn wird bald Tamir Rice sein.

Wir wissen, wie es ist, getötet zu werden.
Wie die Liebe zum eigenen Körper getötet wird,
wie der Mut zu sein, die wir sind, getötet wird.

Und wo auch immer ein Sohn erschossen wird, weil er Schwarz ist,
bin ich sein Vater, weil ich Schwarz bin.
Ohnmächtig und erstarrt. Wütend und verzweifelt.

Tonight
I can’t breathe.

Study like it’s 1939

Manchmal, da ist Uni klassstisch

ja manchmal. (und mit manchmal mein ich…)

 

Manchmal, Da ist Uni- rassistisch.

joa, kommt vor, nä. (und mit kommt vor mein ich: es ist der Hauptzweck von Universitäten rassistische Strukturen zu schaffen um Ausbeutung weltweit weiterhin zu legitimieren und somit das kaputte System Kapitalismus zu rechtfertigen)

 

Manchmal, Da ist Uni Islamfeindlich.

Ja gut, aber auch nur wenn das gerade Thema ist!11elf (und mit gerade Thema meine ich eigentich: wenn ich somit rechtfertigen kann warum die Regierung die meine Privilegien im In-und Ausland schützt Länder und Menschen zerstört, korrumpiert, unterdrückt, ausbeutet, imperialisiert und verfolgt Und da geht halt immer.)

Manchmal, du da ist Uni sogar ein bisschen sexistisch, genderistisch und-

JETZT MACH ABER MAL HALBLANG.

Mach ich mal, halblang, na gut. Also kurz und knapp: manchmal ist uni all diese Dinge in einer neunzigminütigen Unterrichtseinheit.

Manchmal ist Uni: ein weißer Dude hüpft vor der Tafel herrum und proklamiert folgendes:

(Anmerkung: ich könnte einen zynischen Roman über jede dieser einzelnen Sachen schreiben. Über jede. Könnte. Wenn ich den die Zeit hätte, die geht gerade leider fürs Im Strahl Kotzen drauf)

18:17h Foto wird a die Wand produziert, klar alle Personen sind weiß. Denn so sieht die Welt aus. Nicht.

18:20h Lehrer äfft Schülerin nach mit Pipselstimme und Handgewedel, wer ihn nicht beim ersten mal versteht (das sind im Kurs alle) ist halt ein dummes Mädchen, hihi.

18:30h Alle Personen auf dem Foto haben hetero geheiratet, tragen deutsche Namen, sind cis. Ok nicht alle. Fatima, der Fl*ing kommt aus dem Osmanischen Reich. als die einzige Lernende mit Kopftuch nicht sofort das buchstabierte OSMANISCHE versteht muss ihr erklärt werden das SIE das doch von allen hier zu erst verstehen muss. Auf Nachfrage wie die Gebärde für OSMANISCHES ist, heißt es: gibt es nicht, ist ja vorbei. Aha.

Ob das auch für christliche Geschichtsschreibung gilt? (Spoiler:nein.)

18:47h ok einige Personen sind heimlich verliebt – magaret in hannelore und Bernd in… alle kiechern ein bisschen. Queer ist schon albern. Eine Schülerin merkt an, dass der Lehrer ja schon sehr kreativ sei. Queeres Begehren ist halt ne ganz unmögliche Idee.

18:53h Der Lehrer erzählt die nette Geschichte wie Menschen nach Australien kamen, natürlich mit Entnennung der Massaker und fünfminütiger I-Wort Darstellungs-Performance.

19:01h ich verlasse den Raum und gebe vor eine Tablette nehmen zu müssen, kaltes Wasser ins Gesicht und atmen.

19:17h ich will die Frage beantworten was Modifikatoren sind, meine Gebärde ist leicht falsch, ich bewege beide Hände statt nur eine beim Mottorad-Gebärden. Dies wird abgestraft mit einem 11 minütigen Cabaretprogramm über Frauen und Männer und warum Frauen halt einfach so Männersachen wie Bohrmaschienen (seriously? meine erste Ausbildung ist Flugzeugbauerin, du Anfänger) und Mottorräder nicht richtig gebärden können. Frauen und Männerhirne halt. Zur Untermauerung des eigenen irrelevanten Nichtarguments schreibt er noch „Sprachwissenschaftler“ an die Tafel. Na dann.)

19:22 h erklärt Gebärde gegenüber der Muslima, dabei erwähnt er drei mal Osama bin Laden und ihre angeblichen Brüder vor denen er Angst hat.

19:34 h ich versuche nichtmehr zuzuhören, während er eine lustige Geschichte erzählt warum alles tolle in der Welt (wie das Wort ok) von Deutschen kommt, er gebärdet noch ein paar dutzend mal wie stolz er auf Deutschland ist, dann geht es weiter im Text – ich fange an Karrikaturen zu malen um den Gesprächen zu entgehen.

19:40h er fragt was ich da tue, fordert auf mich zu erklären, ich sage, dass ich die Situationen hie einfange für meinen Blog. er schreibt die Adresse meines Blogs an die Tafel, ich will nur noch weg. Er sagt alle sollen das rechachieren bis zur nächsten Woche. Ich. will. weg.

19:50h in der letzten Zweiergesprächsrunde will meine Gegenüber ihr Projekt des letzen Semesters vollenden: enthusiastisch wedelt sie mit den Händen im Schritt um mir klar zu machen, dass sie nun aber endlich wissen will wo ich geboren bin. und ich, immer wieder:
JA
Geboren.
Ich frage sie wo sie geboren ist,

sie: berlin. und wieder : und du?

ich wieder: jap, ich bin auch geboren.

Sie so: ich bin in Lichtenberg geboren. und du?

ich so: geboren.
ihr gesicht so: HA WUSSTE  ICH DOCH DAS DIE NICHT IN BERLIN GEBOREN SEIN KANN

Ich habe also doch noch was mit genommen. Auf die Frage „wo bist du geboren?“ kann ich in DGS nun auch genervt eine Nicht-Antwort geben.

Study like it’s 1947.

Trans*feindlichkeit im Stadtbad Neukölln

[Publiziert auf maedchenmannschaft.net]

Bitte unterzeichnet den Offenen Brief an das Stadtbad Neukölln Mail an  juliusfranklin@isd-bund.org

»Wellness ist ein Akt des Wiederstandes«, dieses Zitat von Audre Lorde wird oft und gerne zitiert. Wie sehr dies aber wortwörtlich den Alltag Schwarzer Trans*personen in Deutschland beschreibt, wurde uns am 3.11.15 im Stadtbad Neukölln erneut deutlich gemacht.

Das Stadtbad Neukölln (bekannt aus der Fernsehserie „Sense 8“, in der unter anderen die Transfrau Jamie Clayton eine der Hauptrollen spielt) hat neben seiner einzigartigen imposanten Bauweise einen weiteren Alleinstellungsfaktor in Berlin: Das Wasser ist immer angenehme 30°C warm, somit kriegt mensch ein recht bezahlbares Wellnesserlebnis.

Wir betraten also den binären Umkleidebereich (einen anderen gibt es nicht), sofort zischte uns eine Person entgegen, dass »hier der Frauenbereich ist«, wir bedankten uns für die Information und betraten den Kabinenbereich. A. verschwand in die erstbeste Kabine, in der Hoffnung, sich dieses mal ohne weitere verbale Angriffe umziehen zu können. Als ich in meine Umkleide wollte, stürmte eine weiße Person auf uns zu. Lauthals und agressiv erklärte sie, dass es so nicht gehe, dass, hier der Frauenbereich sei. A. erklärte erneut und ruhig, dass A. eine Trans*person ist und somit sich hier umzieht, aufgrund der Selbstidentifikation Frau. A. ging erneut in die Einzelkabine, die agressive Frau trat mit mir in den Dialog. Sie würde jetzt die Badleitung rufen, dass es letzte Woche schon erklärt worden sei, dass sie Angst um ihre Kinder hätten, wenn Männer hier seien, dass nackte (Cis-)Frauen sich von A.’s Anwesenheit belästigt fühlten… Es wurde immer gewaltvoller, jedweder Hinweis auf ihre Grenzüberschreitungen, Stigmatisierungen, Trans*feindlichkeiten und Beleidigungen wurden beantwortet mit Misgendering und der rassistischen Annahme, dass wir ja aggressiv seien, weil wir nicht diskussionslos solche Verletzungen hinnahmen.

Die Badleitung kam hinein, in Begleitung zweier Männer, die unhinterfragt den Umkleidebereich betreten durften. Frau K. forderte uns mehrfach auf, ihr die Hand zu geben und uns vorzustellen, wir blieben bei einem „Hallo“, zu ängstlich in diesem gewaltvollen Raum unsere Namen zu sagen. Wir wiesen darauf hin, dass wir gerne schwimmen gehen würden und keinen Bedarf hätten, mit der Badleitung zu reden. A. erklärte erneut das eigene Trans- und Frausein und die daraus resultierende Berechtigung für diesen Bereich. A. erklärte auf Nachfrage, was denn los sei, dass es eneut zu verbalen Übergriffen im Umkleidebereich kam. Wir wurden aufgefordert, den Umkleidebereich zu verlassen um über die Situation zu sprechen, leicht bekleidet in Badesachen wurden wir also vom Schwimmbadpersonal abgeführt. Nur widerstrebend wurde zugestimmt, dass A. erstmal die eigenen Sachen im Frauenumkleidespint lassen durfte.

Die darauf folgenden dreißig Minuten im Gespräch mit der Badleitung wurden immer schmerzhafter. Wir wurden immer wieder unterbrochen im Gespräch, unsere Körper gegendert und A. gemisgendert – »Wie ich Sie jetzt sehe sind Sie ein Mann«. Jedwede Aufklärungsversuche über das Gleichbehandlungsgesetz wurden weggewischt mit dem Hinweis auf die Badeverordnung (die wohl nach Frau K’s Einschätzung über deutsche Gesetze erhoben ist). Die Lösung die uns vorgeschlagen wurde war ein Fernhalten von Trans*körpern aus den Umkleiden, eine eingeschränkte Nutzung des Schwimmbades (»Sie wollen eh nur in die kleine Halle, oder?«) und beeinhaltete den stark geäußerten Wunsch, dass A. ja einfach mit der Trans*gruppe schwimmen gehen könnte, die sich einmal monatlich trifft. So sehr ein solches Angebot zu begrüßen ist, einmal im Monat für zwei Stunden in ein kaltes Schwimmbad in einem ganz anderen Stadtteil gehen zu dürfen (für einen erhöhten Preis von 5€), ist nicht zu vergleichen mit jener Nutzungsmöglichkeiten der öffentlichen Bäderanstalten für Cispersonen.

Wie sieht es aus, wenn Trans*personen Sportschwimmen wollen? Hier reicht ein einmaliges Schwimmen im Monat kaum aus. Oder es körperliche Gründe gibt, bei denen Schwimmen eine gute Form der Selbsttherapie sind? Gerade in einem Land, in dem Trans*personen einen so stark eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung haben, sollten eben solche Orte des Wellnesses, des Sports und der Öffentlichkeit nicht versperrt bleiben.

Als wir erfragten, ob wir, wenn wir uns auf ihren Vorschlag einließen, der beinhaltete, dass wir zum Wechsel zwischen den Schwimmhallen durch den gegenderten Bereich müssen, im Gegenzug wenigstens mit der Unterstützung gegen Übergriffe durch die Badleitung rechnen könnten, wurde versucht nicht zu antworten. Am Ende sollten wir abgespeist werden mit einem »Ich denke darüber nach, aber es ist sehr schwierig«.

So sehr es der Badeleitung auch missfällt, das Argument, »dies könne nicht hier geklärt werden, sondern muss woanders politisch geregelt werden« reicht nicht aus. Auch die Antwort, dass sie sich nun seit letzter Woche ja auch informiert habe, reicht nicht aus. Sie in ihrer Funktion als Badeleitung in einem öffentlichem Schwimmbad müssen ihrer Aufgabe nachkommen allen Nutzer*innen dies zugänglich zu machen, derzeit finanziert Berlin mit 50 Mio Steuergeldern die Berliner Bäderlandschaft. Dass einer Gruppe ebenjene nicht zugänglich gemacht werden, ist nicht tragbar. Berlin wirbt mit seinem bunten, queerfreundlichen Image, die Realität sieht aber anders aus. Nur Initiativen ist es zu verdanken, dass von 62 Berliner Schwimmbädern wenigstens eines einmal im Monat für zwei Stunden die Nutzung für Trans*Personen ermöglicht.

Beim Verlassen des Schwimmbades versuchte Frau K. unsere Namen zu erfragen, wollte ihren nur nach siebenfacher Aufforderung mitteilen. Es wurde versucht, unsere Tickets einzubehalten. Die Kitabetreuerin weigerte sich, ihren Namen oder den Namen der Kita mitzuteilen, sie wies nur darauf hin, daxs »solche Leute« immer so aggressiv seien.

Wir fordern von allen zuständigen Stellen in Berlin, dass Wellness und Sporttreiben allen zugänglich gemacht wird. Nicht Täter*innen trans*feindlicher Übergriffe benötigen ihre Unterstützung, sondern die Opfer von Cissexismus.

Quelle: Trans*feindlichkeit im Stadtbad Neukölln

Zahnbürsten gegen Frontex

Popcorn, Kola und Sternenhimmel besser geht es nicht um Schland zu verdrängen, und ich verdränge so dermaßen.

753934591_f787edf7cf_z
Die Leinwand ist einfach mal mehr als groß, der Film mehr als vielversprechend und die Begleitung hineißend, es geht nur darum die Werbung zu überstehen.

Vorm Hauptfilm fährt der Tonpegel der Open Air Kino Anlage hoch, es erscheinen zwei Whitefaces die erklären das die Geflüchtetenkrise nervt und Hetzende dagegen irgendwie auch. Vorallem geht’s aber darum das ihnen die weißen Rassisten die sogar weissen Rassisten zu weit gehen ihnen nicht mehr folgen sollen in den sozialen Netzwerken. Völlig okay das an ihre YT Gemeinde zu schicken aber warum zur Hölle geht irgendwer hier davon aus das der klassische Kreuzberger Open Air Gänger Yoko und Claas folgt? Als der Clip vorbei ist klatscht der Kartoffelsalat vor mir begeistert und leider auch neben mir. Komisch, wenn Aktivist*innen der Geflüchtetenbewegung noch und nöcher Videos, Statements, Presseerklärungen, Bücher etc. bereitstellen klatscht keiner, es wird nicht im Open AidKino auf großer Leinwand gezeigt. Klar, es fehlt das was den Deutschen so wichtig ist: eine ordentliche Portion wir-Gefühl, erst so schmeckts. Nur wenige Meter Luftentfernung liegt der Oranienplatz, ohne Zelte dafür mit Wohlfühlfeeling für die Touristen.
WIR sind das Volk, WIR sind WM Papst und was auch immer und jetzt sind WIR voll für irgendwie bessere Bedingungen für Inge, Vorname Flüchtl.

Halt so irgendwie, so mit Zahnbürsten statt keinen, so mit YT Videos wo wir Geflüchtete, Freedom Fighter, Schwarze Menschen usw. einfach wieder als F*** bezeichnen, als Ausländer als halt irgendwie anders aber schon okay. Oder als gute N*, den alle Arier mochten.
Los ging es mit den ersten Kommentaren von Geschwistern mit und ohne Aufenthaltstitel auf Facebook, die berichteten das sie heftigsten Rassismus von den selbsternannten weißen Helfern erfahren am LaGeSo, an der Ohlauer oder an der Gürtelstraße. Los ging es mit einem Til Schweiger, der Geflüchtete jetzt auch Hip findet, aber statt bei einer Live Schalte eben jenen die Bühne zu überlassen lieber mit halbgaren Äußerungen glänzt, in denen er allen erklärt das die Türkei jetzt ja neuerdings gegen Kurd*innen handelt.
Die Gespräche mit Geschwistern drehen sich neuerdings wieder gehäuft um Pfefferspray, Selbstverteidigung und wer wen zur U-Bahn bringt, alle hängen in irgendwelchen Prozessen drin in denen Richter ihnen erklären, dass es okay ist das sie geschlagen und N‘ genannt wurden, immerhin macht ihre Existenz Angst.
Es herrscht eine neue Offenheit, erklärt meine weiße Sitznachbarin nach dem Yoko und Klaas Gequatschte. Sie hat recht, es herrscht eine neuen Offenheit und Bereitschaft Gewalt auf allen Ebenen auszuüben und sich trotzdem gut zu fühlen, schließlich hat Mensch ja auch mal eine Zahnbürste zum LaGeSo gebracht. Sie war schon ein wenig abgekaut, aber für die wird es ja sicher noch reichen.
Ich liege entspannt im Open Air Kino, Kola, Tavor und Sternenhimmel, Meine Hand bildet aus meinem Schlüsselbund ein Schlagring so wie Papa es mir beigebracht hat als ich mit 6 das erste mal mit ausgerissenen Locken nach Hause kam. Besser geht es nicht um Schland zu verdrängen, und es drängt sich mir auf, so dermaßen.

Video+Audio + Text: Sport und ich in anderen Galaxien

 


Den Text habe ich bei der letzten One World Poetry Night performt und auf mehrfachen Wunsch poste ich ihn nun hier. Es folgt sicherlich eine Audioversion. Hiere nun die super d.i.y. onecut unbearbeitet Version. Warum jetzt so husch-husch? ganz einfach, um meinen hundertsten facebook-seitenlike zu feiern <3

[archiveorg SportUndIchInAnderenGalaxien_201504 width=640 height=30 frameborder=0 webkitallowfullscreen=true mozallowfullscreen=true]


Vielen Dank für all das fantastische Feedback, Kniefälle, Umarmungen, Küsse.. ich bin noch imer gänzlich platt und nehme mir euren Wunsch zu Herzen öfter aufzutreten – ich werde es versuchen.

WP_20150419_23_03_23_Pro

***************
„Suuuperklasse
Sieht das aus
Also
Also ich meine du
DU siehst super aus
Echt ma
Klasse“


Die einzig angemessene Reaktion ist eine harte ohrfeige

Du siehst klasse aus einige kilo leichter
Das sind doch locker zeh…

14354349
zehntausend mal nein.

**************

Krümelig knusperaugen starren mich an – Krustig lustig iss mich… | nicht.

Ein Brötchen wird zur Herrausforderung
Aber sehen tut das niemensch
Mein Hund niest genervt
Vollgeheult werden ist halt Scheisse
Das Brötchen gewinnt vielleicht dieses Frühstück aber ich werde den Tag gewinnen
Ich zwinge ein paar glas Wasser in mich rein nehme einen exklusiven Psychopharmaka-Mix und gehe zum Training
It’s a so called „Frauenkickbox-Gruppe“ die sinniger weise von einem Dude geleitet wird
Achtzehn Menschen sitzen im Raum und teilen
Teilen ihr weises Privileg ihr dünnes Privileg und ich höre Geräusche from outaspace

Im an alien… Im a little alien..
Hhmhmhmhmhmhmhm..


Mein fatbulöser Körper trägt mich in den Raum mein Afro umrundet mich und ich fühle mich… Schwarzrund

Alle schauen ein wenig verwirrt und ich zwirbel an meinem T-Shirt

Ich habe das Spiel offenkundig nicht verstanden
Denn Alle anderen zwirbeln ihre flachen haare ich-zwirbel auch und a l l e s erstarrt
Kolonialromantische blicke fallen auf meine locken –  Finger zwirbeln in meine Richtung

Darf ich mal
Also das da mal anfassen
DICH
Dich anfassen“

Bierernst schaust du mich an
Wäre das hier nicht gerade das heteroepizentrum würde ich deine frage bejahren – und hoffen das wir hier nicht von meinen haaren reden

**************


Toll
Echt das ist r i c h t i g toll
Toll sieht das aus
Und das auch noch so schnell
So schnell hast du das alles verloren
Also das ganze
Ge….“

14354349

Die eloquenteste Art der Antwort wäre eine ohrfeige

Statt dessen nicke ich
Dreh mich weg
Sollte gehen-drehe mich erneut und zwar dir zu

Toll?
Toll sieht das aus?
Wie ich alles verloren habe
Mich jeden Tag verliere
Gramm für Gramm
Das ganze Gewicht das deinen blick stört und mich
Liebevoll Umrundet
Das ganze Gewicht das für dich nur Problem ist und zeigt
Ich bin da
Gerade verschwinde ich
Tag für Tag
Gramm für Gramm
Unter deinem euphorischem Applaus

Toll, wie ich jeden Tag weniger werde
Steht mir echt gut
Dieses verschwinden

*****

Wir sitzen eine Tischlänge  und Millionen Perspektiven von einander entfernt
Es ist der alte Informations-gewinnungstanz
Du Trainerin ich Sportplanende
Ich möchte Infos
Und du willst – es – hören

Was ist denn eigentlich dein Ziel?“
„Spaß“
Ja aber was ist dein Ziel?“
„Na – spaß..?“
Ja aber was ist dein Ziel?“
„Mein Ziel ist spaß“Und mittlerweile auch Stressabbau.“
Verständnisvoll beugst du dich vor:
Liegt es an einer Trennung? Ist er gegangen wegen dem Gewicht?“

Ich schlucke
Atme flach
Atme tief
Und sage schlicht nein

Nein was?“
Nein
Nein mein Gewicht ist erstens nicht der Grund und zweitens nicht das Ziel drittens nicht zu wenig zu unverteilt oder zuviel
Das bin schlicht einfach ich

*****

Toll kommt das rüber echt
Stark
Das so zu zeigen
Soo.. Ja!selbstbewusst nein warte MUTIG
Mutig ist das also ich meine BIST du
Du bist mutig
Echtmal
Und den mut braucht es
Damit es besser wird
Also du
Du besser wirst dein Körper einfach besser wird“

Ich stehe im Badeanzug vor dir und sehe wie meine teure Schwimmbad Zeit draufgeht für dein egogestreichel
Ich fühle mich vieles aber nicht mutig
Nass-das trifft es eher ziemlich nass
Und genervt

Ich nicke höflich und ziehe an dir vorbei
Du folgst mir und fragst
Was ist dein Ziel?“
Reflexartig sag ich Spas
Und ernte ein Dejaveau
Wir führen das Spaß-Ziel Gespräch

bis

es

Mir

Reicht

Ich rante etwas über fatbulöse Körper koloniale Körpernormen mein Begehren und begehrt werden und Zuschreibungen und…

Du nickst nur abwesend
Naja auf jede Fall:
Toll sieht das aus
Und bald sicher noch besser
wenn du dann weniger bist
Weniger isst
Verschwindest
Mich nicht mehr irritierst..“

Irritation?
Durch das was ich bin?
In jedem Raum
Durch Haare
Durch Körper
Ich bin das youtube-Video mit aktivierter Kommentarfunktion, dein web.de Artikel dein facebook-post der ungewollt die Einstellung öffentlich hat
Ich bin deine Projektionsfläche für

Scham
Hass
Inspiration
Mut
Ziele

Ich bin nie nur Trainierende
Nie nur Schwimmende
Nie nur ich
Mein Fett ist nie Teil meiner selbst
Es verdeckt laut dir mein dünnes ich
But Im now going to break ur heart
Dieses dünne ich gibt es nicht

——

Dieser Blogpost ist im übrigen entstanden durch die Idee des Body positive month von wurzelfrau.de

also mein verspäteter Beitrag 😃

practicemonth

Spoken Word: Air of Air first Son

Die erste Veröffentlichung auf dem entstehenden Blogprojekt WE – Schwarze Worte im Netz.  Bild wie Text sind vom Autoren der seinen Blick aufs jetzt in der aktuellen politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Situation auf Papier und in Versform brachte.

11998413_1014093655279470_235781697_nAir of Air first Son

Air of Air first Son

flies creatively unrestricted, intuitively

toward the fulfillment of his Thought…

I fly creatively, intuitively, restricted,

carefully dodging, avoiding, circuiting obstacles building up along my path

toward the fulfillment of my Thought. Verzweifelt versuchend. Suchend.

My Thought is fading… I must hurry… I must reach it before they do.

My journey is a long one. I have been travelling through times and spaces.

In search of Thought and Word. Sie zu hüten und zu achten, wenn ich sie finde.

Denn sie sind mein.

For I am the Prince Of Swords. Streaming through the Skies. Toward the fulfillment of my Thought. Air is my home now.

Air of Air first Son.

Water of Water first Daughter.

Fire of Fire first Soul.

Earth of Earth first Child.

Keeper of Elements.

Born grounded.

Born wise.

Born powerfull.

I chose my name, I chose my pronoun, I chose my weapon – Thought.

Gedanken führen zu Wörtern führen zu Handlungen führen zu Verwirklichung führen zu Gedanken.

Thought has carried me. Thought was my companion. Now my Thought is fading…

Ich bin müde. My body is aching. Body and Soul scarred by all the battles of the past.

Ich brauche Zeit zu Heilen… I must find Thought first.

I remember. Memories of the past, the present and the future collide. History is repeating itself.

Once more. Over and over. Again and again. I’ve lost you before.

Focus! I must hurry… I must reach it before they do.

How beautiful they are. Flittering colorful distractions. Gently humming.

Schmetterlinge umkreisen mich. Sie begleiten mich.

Gelegentlich lassen sie sich auf meinen Händen, meinem Gesicht und meinen Flügeln nieder.

Ich lasse sie gewähren. Sie können mir nichts anhaben. Sie werden mir nichts anhaben.

I tell myself.

Wo sie sich niedergelassen haben, verbleibt Wärme. I remember. Warmth.

Licht fließt durch diese Stellen, durchfließt meinen Körper. Straight into my Heart.

How beautiful they are. Flittering colorful distractions.

Immer mehr lassen sich auf mir nieder. Das Vorankommen fällt mir schwer.

Aber wie wunderschön sie sind…

Ich verliere an Höhe. Beautiful creatures of the Skies, I cannot carry all of you. I am searching.

I remember. I must find Thought… Would you help me? My Thought is fading…

I tell them.

The humming stops. Silence.

The beautiful creatures of the Skies freeze for a short moment. Turn to each other.

Das Summen erklingt wieder.

It has changed.

Es klingt bedrohlich.

Some of them leave. A few colorfully brightly guide the path. We must hurry…

Es klingt bedrohlich. I remember.

We need Thought. Ich kann nicht hören. I cant‘ see. My Thought is fading…

Sie nehmen mir die Sicht. I feel their pressure on my wings.

I’m losing Air. Beautiful creatures of the Skies.

I turn. Gentle humming below. Holding. Carrying.

Screaming and shouting above. Hurtful. Pushing.

Sucking the light back out of my Heart.

I remember. Memories of the past, the present and the future collide. History is repeating itself.

I have seen it before. I have been there before.

Once more. Over and over. Again and again.

I’ve lost you before.

I’m losing Air. I am losing Skies. I know.

Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann… I am fainting.

Wings don’t fail me now.

Black. Out.

My journey is a long one. Like my Siblings I am a traveller of times and spaces.

In search of Thought and Word. I remember.

I remember times I have never been. I remember spaces I have never been.

Memories of the past, the present and the future burned into my Soul and Mind.

I know them. I have seen them before. I have been there before.

For I am the Prince Of…

Darkness. Ich öffne meine Augen. Dunkelheit.

Ich bin müde. My body is aching. Body and Soul scarred by all the battles of the present.

Ich brauche Zeit zu Heilen… I must find Thought first.

Darkness. Feathers. My wings are broken. Ich spüre Erde unter mir.

Colors. Fainting colors surround me. Beautiful creatures of the Skies – we’ve tried.

How beautiful they are.

Slowly flittering.

Exhausted.

They have changed.

Courageous creatures of the Skies – we’ve tried.

Focus! I must hurry…

Earth is my home now.

I tell them.

I have walked Earth before. I remember.

Born grounded.

But as I walked through the valley of Shadow of death – I feared.

I must rise. Once more. Over and over. Again and again.

I’ve lost before.

I remember.

I rise. I will never forget.

Der Flügelschlag eines Schmetterlings.

Ich bin müde. My body is aching. Body and Soul scarred by all the battles of the future.

Ich brauche Zeit zu Heilen… I must find Thought first.

Earth of Earth first Child

walks creatively unrestricted, intuitively

toward the fulfillment of their Thought…

deutschprachige Schwarze Webkunst

banner2

Diese Sammlung ist ein Anfang, wachsen wird sie mit Sicherheit durch euer zutun!

Bloggerin, Ranterin, Strickerin und Queere Dicke Aktivistin: Wurzelfrau <3

Eine Playlist von Videos BlackGerman Poets

Tarik Genderkrise

Sichtwaise – Mein Herz <3

Ein Bruder hat Paralellberichte erstellt zum Deutschland Bericht vor der UN zum Thema Rassismus

AfroGermanRebel

SerialMel

Muttermund ist ein fantastischer Tumblr, Ort des Gesangs und der gnadenlosen Liebe zur Intersektionalität <3

Trollbar – Ein Bruder der über Alltagsrassismus bloggt und sehr fntastisch zwitschert

Poetisiert wird unter „und egal was mal war…“

2dark2beSeen ist ein Blog auf dem ihr eure Rassismuserfahrungen mit Ämtern und Institutionen teilen könnt und die Geschichten anderer lesen, er entsteht im Zusammenhang mit der gleichnamigen Kampagne

[Video + Text] Mayofaces und Entwicklungsbeef

banner2


Gerade bin ich organisationstechnisch in einer Jungendherberge – meine Friends kommen aber erst heute, gestern und vorgestern durfte ich die andere Gesellschaft genießen. Hundert willige Entwicklungshelfer die durch ein Rassismusbootcamp der Sonderklasse gejagt werden, Armuttourismus (aka Helfen aka Lebenslauf aufwerten weil Eltern es finanzieren) braucht halt gut ausgebildetete Reisende.
Ich könnte ganze Sachebücher darüber  verfasssen warum das scheiße ist, mach ich aber nicht. Stattdessen nur ein kleines Hatepoem 🙂 auch schön.

Und weil Entwicklung ja auch immer was mit Evolution zu tun hat

Vierzig weise Kids hoppeln für etwas besseres durch den Garten

Sie spielen Evolution

Der weise weise erklärt „und da evolution nie alleine geht brauchen wir immer zwei“

Und dann geht es los

Die Kolonialmissionare in Ausbildung

Amöbieren morgens um neun um meinen Frühstückstisch herum

Schließlich wollen sie helfen

Endlich sind alle fertig entwickelt haben mit chingchangchong ausknobelt wer sich entwickeln darf

Hmmmm dammdadada hmmm dadadadadaaa

Summen die Leiterinnen vor und murmeln etwas von we are one

Ich möchte ihnen ones and for all ihre koloniale Selbstgerechtigkeit ins Gesicht brechen

Die anderen steigen ein

Sing hallejuh one and all

Der Soundtrack ist bewährte Hintergrundmusik

Zum abschlachten missionieren und zerstören simmm halelujah

Der klang zu dem weises kapital aus meinen Venen gepumpt wird

Siiimmm halelujah geht es weiter one and all-

E mal fresse halten

Einhalten

Ich weis jetzt schon das die naechste Generation problematische weisse Eltern Schwarzer Kids hier steht

mit aufgewertetem Lebenslauf durch Weitreise

mit aufgewerteten Lebenslauf durch helfen in LA

Simmmn halelujah.

Aaaalabamba geht es weiter in

Schlechtem spanisch

Ein Iro-arier mit Gitarre und Mackertum bewaffnet leitet die Gruppe an

Von hinten schleicht ein Bruder an

Hinter Kaffee versteckt er seine Haare

Hinter Gelassenheit seine Verletzungen

Er singt nicht, er amöbisiert nicht.

Aaaalabamdaa da war ja gestern Abend hinter meinem Rücken hörte ich das Gespräch

Ein weisser Mann fragte ihn

Ey sind deine Haare unten auch so

Haha trägst da bestimmt n afro

Er wehrt sich versucht zu erklären das solche Fragen scheisse sind

Ein weiterer Schwarzer junger Körper dem Scham und Selbsthass beigebracht wird

Der von jungen Entwicklungsherren noch vor übertreten der Landesgrenze kolonialisiert wird

Dimmdimmmdimmm we Are one

Und da wir one sind nutzt das mayoface folgende Ausrede : Ja ey aber Asiaten hätte ich dass auch gefragt.

Gut das du Rassismus mit Rassismus legitimierst

wenigstens wissen wir jetzt das du wirklich und immer Scheisse bist

ich sage nichts, weis wieviel schaden falscher Support anrichten kann

warte auf den Moment den Bruder zu fragen ob und wenn wie Support gewollt ist

wie schön es wäre jetzt aufzustehen und agrolatin@ich loszulegen

Und weil scheisse finden auch alleine geht schweige ich

Youre to fuckin facety lass ich tausende male in meinen Gehör pumpten

Your to fucking Goldwaage plärrst du mir entgegen

nach der kritik

too many goldwaagen und du bist so eine

mir ist es scheisegal das du mich verletzt

weil er er sich freut

mir ist es scheisegal das dein ego schmerzt, dear poc person

ja schon klar wir haben gecheckt warum du zichmal sagst dass unsere haare gleich sind uns gibt’s öfter auf der welt wie die deinen“

und du weinst und wirst mit goldwaagen um dich

das Gold bleibt hängen

in der Geschwisterschaft

die zerbrechlich eine Sekunde

sich über die Kolonialklänge erhebt

dein grinsen ist gold wert weil ich weiss das du facety werden wirst

we are not one

aber ones und für alle mal

wir sind nie alleine

aber ones und für alle mal

irgendwann schmeisst sie sich dir aufdringlich ins Gesicht

besetzt die Jugendherberge in der du mit deinen Auslandssemesterrassistenbuddys bist

stay strong ab dienstag kommen hier täglich mehr an vom ISD, da kann dein Freund schonma Goldwaagen sammeln“

du strahlst.

Ich könnte heulen.

Du strahlst.

Wohlwissend diese Sekunde ist Gold auf den heißen Stein.